Das Versagen der deutschen Diplomatie: Fachkräftemangel, Veterinärmedizin, Visum & Iran

Der deutsche Mittelstand steht vor einem Abgrund, den die Politik über Jahrzehnte selbst gegraben hat. Wir befinden uns im Jahr 2026, und das Thema Fachkräftemangel, Veterinärmedizin, Visum und Iran hat sich zu einem perfekten Sturm zusammengebraut. Es ist die Geschichte von engagierten Unternehmern, die alles richtig machen, und einem Staatsapparat, der vor der eigenen Bürokratie kapituliert.

Fachkräftemangel, Veterinärmedizin, Visum & Iran
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1. Das „beschleunigte“ Verfahren: Eine bürokratische Illusion

Wenn Politiker heute über den Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin sprechen, präsentieren sie das „beschleunigte Fachkräfteverfahren“ nach § 81a AufenthG (mehr hierzu in unserem Artikel) gerne als glänzendes Allheilmittel. Doch wer dieses Verfahren in der Praxis durchläuft, stellt fest: Es ist kein Turbo, sondern ein Hindernislauf mit Bleigewichten. In der Theorie soll dieses Verfahren den Prozess straffen. Der Arbeitgeber zahlt eine Gebühr von 411 Euro, unterschreibt eine Vollmacht und die Ausländerbehörde übernimmt die Koordination zwischen der Anerkennungsstelle für die Approbation, der Bundesagentur für Arbeit und den Konsulaten.

Die Realität sieht jedoch anders aus. „Beschleunigt“ bedeutet in Deutschland immer noch, dass allein die Prüfung der Gleichwertigkeit des Studiums oft drei bis vier Monate in Anspruch nimmt (löblich zu erwähnen sind hier Ausnahmen wie das Regierungspräsidium Stuttgart und die entsprechende Stelle für ausländische Fachkräfte bei der Stadt Karlsruhe). Wir als Arbeitgeber müssen in dieser Zeit einen immensen bürokratischen Aufwand betreiben: Wir prüfen Zeugnisse, lassen sie notariell beglaubigen und übersetzen, korrespondieren mit Kammern und Behörden. Für eine Tierarztpraxis im ländlichen Raum bedeutet das: Wir halten eine Stelle über Monate frei, die eigentlich sofort besetzt werden müsste, um den Notdienst aufrechtzuerhalten.

In dieser Phase investieren wir bereits fünfstellige Beträge – ohne jegliche Garantie, dass der Bewerber jemals deutschen Boden betritt. Wir finanzieren ggf. Sprachkurse bis zum Niveau B2 oder C1, da die Kommunikation mit den Tierhaltern eine hohe sprachliche Präzision erfordert. Wenn dann nach etwa 90 bis 120 Tagen endlich die „Vorabzustimmung“ vorliegt, wiegt man sich in trügerischer Sicherheit. Man denkt, die größte Hürde sei genommen. Doch genau hier schnappt die Falle zu. Die Vorabzustimmung ist rechtlich gesehen eine Zusage des Staates, dass die Einreise erfolgen darf. Aber was nützt ein Generalschlüssel, wenn das Schloss an der Tür – die Visastelle im Iran – einfach abmontiert wurde?

Der Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin verschärft sich mit jedem Tag, an dem dieses „beschleunigte“ Verfahren an der Realität der deutschen Auslandsvertretungen scheitert. Es ist ein Systemfehler: Man hat einen Prozess für die Verwaltung in Deutschland geschaffen, aber vergessen, die personellen und technischen Voraussetzungen in den Herkunftsländern sicherzustellen. Wer das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran recherchiert, findet eine Spur der Frustration. Unternehmer fühlen sich betrogen, wenn sie für eine staatliche Dienstleistung bezahlen, die am Ende an einer verschlossenen Botschaftstür endet. Das Verfahren ist nicht beschleunigt; es ist lediglich eine teurere Art des Wartens.


2. Völkermord am eigenen Volk: Die 30.000 Toten im Iran

Man kann die Problematik Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran nicht diskutieren, ohne den Blick auf das Blutvergießen in Teheran zu richten. Wir sprechen hier nicht von einer normalen diplomatischen Verstimmung. Wir sprechen von einem Regime, das im Jahr 2025 und Anfang 2026 dazu übergegangen ist, die eigene Bevölkerung systematisch zu vernichten. Nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen und Quellen wie Mena-Watch ist die Lage im Iran eskaliert. Die Zahl von 30.000 Toten infolge von Massenerschießungen während der jüngsten Protestwellen ist kein Schätzwert aus dunklen Kanälen – es ist die bittere Realität eines Völkermords am eigenen Volk.

Diese 30.000 Menschen waren Söhne, Töchter, Studenten und Akademiker. Es sind genau jene Menschen, die das Rückgrat einer modernen Gesellschaft bilden könnten. Inmitten dieses Terrors sitzen unsere künftigen Kolleginnen und Kollegen. Hochqualifizierte Tierärzte, die bereits einen deutschen Arbeitsvertrag in der Tasche haben und täglich um ihr Leben fürchten müssen. Für sie ist das Visum für Deutschland kein reines Arbeitspapier, es ist die einzige Rettung vor einem Regime, das keine Gnade kennt. Das Mullah-Regime nutzt die Angst als Waffe, und das Auswärtige Amt spielt diesem Terror indirekt in die Hände, indem es die Türen schließt.

Jede Minute, die unsere Aspiranten länger im Iran verbringen müssen, weil eine Visastelle wegen „technischer Probleme“ geschlossen ist, ist eine Minute in Lebensgefahr. Es ist moralisch schwer erträglich, dass Deutschland einerseits den moralischen Zeigefinger gegen das Regime hebt, aber andererseits denjenigen, die legal und qualifiziert fliehen wollen, den Weg versperrt. Das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran bekommt hier eine existenzielle Schwere.

Wir als Arbeitgeber stehen in ständigem Kontakt mit unseren Bewerbern. Wir hören die Angst in ihren Stimmen, wir sehen die Bilder von brennenden Straßenzügen in den Nachrichten. Die 30.000 Toten sind eine Mahnung an die Weltgemeinschaft. Wenn Deutschland behauptet, für Menschenrechte einzustehen, dann muss sich das in der Handlungsfähigkeit seiner Botschaften widerspiegeln. Ein Land, das tatenlos zusieht, wie qualifizierte Menschen, die bereits eine Einreisezusage haben, in einem Schlachthaus festsitzen, verliert seine Glaubwürdigkeit. Wir fordern keine Sonderbehandlung, wir fordern die Rettung von Fachkräften, deren Verfahren bereits abgeschlossen sind.


3. Die Festung Teheran: Die organisierte Untätigkeit des Amtes

Kommen wir zum Kern des Versagens: Die Reaktion der Bundesregierung und die Untätigkeit der Deutschen Botschaft in Teheran. Wenn man die Staatsministerin im Außenministerium Frau Serap Güler kontaktiert, wird dies an den sog.Bürgerservice weitergeleitet, von dem man folgende Antworten erhält, die an Arroganz und Realitätsferne kaum zu überbieten sind. In dem uns vorliegenden Schreiben (Ticketnummer 1fde1e3d-f985-4da2-8775-xxxxxxxxx) wird die Schließung der Visastelle mit der „politischen Entwicklung“ und einer „Fürsorgepflicht“ gegenüber den Mitarbeitern begründet. Doch diese Antwort ist nur die halbe Wahrheit. Wer tiefer gräbt, stellt fest, dass das Problem hausgemacht ist.

Schon seit Juni 2025 hat das Auswärtige Amt die Kapazitäten in Teheran massiv heruntergefahren. Man wusste also seit fast einem Jahr, dass ein Kollaps bevorsteht. Man hat zugesehen, wie sich die Warteschlangen verlängerten, wie Termine Monate im Voraus ausgebucht waren und wie Dienstleister wie TLScontact den Betrieb einstellten. In dieser Zeit hat das Ministerium unter Leitung der Staatsministerin Serap Güler nichts unternommen, um alternative Kapazitäten zu schaffen. Das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran wurde einfach ausgesessen.

Eine Botschaft ist kein Museum, das man bei schlechtem Wetter einfach schließt. Sie ist die vorderste Linie staatlichen Handelns. Wenn eine Botschaft aufgrund einer „restriktiven Akkreditierungspolitik“ des Gastlandes nicht mehr arbeitsfähig ist, dann ist das ein diplomatischer Bankrott. Aber anstatt nun pragmatische Lösungen anzubieten – wie etwa die Bearbeitung der Visa über die Botschaften in Ankara, Eriwan oder Maskat –, verbarrikadiert man sich hinter Zuständigkeitsregeln. Für Menschen im Iran ist es faktisch unmöglich, ein Visum in einem Drittland zu beantragen, sofern sie dort keinen rechtmäßigen Wohnsitz haben. Das ist die bürokratische Catch-22-Situation: Du kriegst kein Visum in Teheran, weil die Botschaft zu ist, und du kriegst kein Visum woanders, weil du nicht dort wohnst.

Das Auswärtige Amt ignoriert dabei völlig, dass es sich bei den Bewerbern im beschleunigten Verfahren um eine privilegierte Gruppe handelt. Die Sicherheitsüberprüfungen und die Prüfung der beruflichen Qualifikation haben bereits in Deutschland stattgefunden. Das Visum ist nur noch der finale Stempel. Warum kann dieser Stempel nicht digital erteilt werden? Warum gibt es keine „fliegenden Kommissionen“ in sicheren Nachbarländern? Die Antwort ist simpel: Es fehlt der politische Wille. Man versteckt sich hinter dem Argument der „Fürsorgepflicht“ für das eigene Personal, während man die Fürsorgepflicht für die deutsche Wirtschaft und die Sicherheit der iranischen Bewerber komplett ignoriert.

Diese Untätigkeit hat System. Es ist eine Form der passiven Migrationssteuerung, die den Mittelstand bluten lässt. Während wir in unseren Praxen Überstunden schieben, weil Stellen unbesetzt bleiben, schickt das Amt standardisierte E-Mails, die uns auffordern, „regelmäßig die Webseite der Botschaft zu prüfen“. Das ist eine Verhöhnung jedes Unternehmers. Wir reden hier nicht über eine kleine Unannehmlichkeit. Wir reden über Investitionsruinen. Tierarztpraxen im Südwesten sind auf diese Fachkräfte angewiesen, um die medizinische Grundversorgung sicherzustellen. Wenn das Auswärtige Amt nicht in der Lage ist, seine Kernaufgaben im Iran wahrzunehmen, dann gefährdet es aktiv die nationale Infrastruktur.

Über 1.000 Wörter könnte man allein mit der Auflistung der hohlen Phrasen füllen, die uns aus Berlin erreichen. „Man arbeite an Lösungen“, „die Lage sei komplex“ – es sind Nebelkerzen, die das fundamentale Versagen der staatlichen Organisation kaschieren sollen. Wer das Visum im Iran blockiert, blockiert die Zukunft der deutschen Veterinärmedizin und vermutlich auch anderer deutsche Branchen, die ebenfalls unter dem gleichen Problem leiden.


4. Die Fachkräfte-Lüge: Gewollt, aber aktiv verhindert

Deutschland braucht Fachkräfte – so schallt es aus jedem Ministerium. Man schaltet teure Kampagnen in Indien, Vietnam und Südamerika. Man ändert Gesetze, um die Hürden angeblich zu senken. Doch das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran entlarvt diese Rhetorik als reine Fassade. Es ist die große Fachkräfte-Lüge der aktuellen Politik. Wenn eine Regierung wirklich Fachkräfte gewinnen wollte, dann würde sie den roten Teppich für diejenigen ausrollen, die bereits einen Arbeitsvertrag haben und deren Qualifikation anerkannt ist.

Stattdessen erleben wir eine bürokratische Sabotage. Es entsteht der Eindruck, dass der Staat zwar das Geld des Mittelstands für die Verfahren gerne nimmt, aber die tatsächliche Einwanderung der qualifizierten Elite durch administrative Hürden so weit wie möglich hinauszögert. Es ist ein perfides Spiel: Man gibt sich nach außen weltoffen und einwanderungsfreundlich, baut aber im Inneren Mauern aus Papier auf. Wer im Iran als Tierarzt arbeitet, gehört zur Bildungselite. Es sind Menschen, die wir für unsere hochtechnisierten Praxen dringend benötigen. Sie bringen Fachwissen mit, das wir hier nicht mehr in ausreichendem Maße produzieren können.

Die „Lüge“ besteht darin, so zu tun, als läge das Problem allein beim Herkunftsland oder bei der mangelnden Qualifikation der Bewerber. Das stimmt nicht. Das Nadelöhr ist die deutsche Verwaltung. Wir haben Tierärzte, die fließend Deutsch sprechen, die alle Prüfungen bestanden haben und deren polizeiliches Führungszeugnis sauber ist. Dass diese Menschen am Ende an einer „technischen Störung“ der Visastelle scheitern, ist ein politisches Armutszeugnis. Wenn der Staat Fachkräfte einladen will, dann muss er auch dafür sorgen, dass die Eingangstür funktioniert. Das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran zeigt uns, dass die Politik zwar die Melodie des Fortschritts pfeift, aber die Instrumente der Behinderung spielt.


5. Der Mittelstand: Der Packesel der Nation

Hier kommen wir zum zynischsten Teil der Geschichte. Wir als Mittelstand sind der Packesel der Nation. Wir finanzieren dieses Land, wir bilden aus, wir halten die Versorgung aufrecht. Und wir sind diejenigen, die die Probleme lösen, die die Politik verursacht. Während man uns jahrelang erzählte, es kämen „Neurochirurgen und Ingenieure“ anonym über die grüne Grenze – Menschen, die oft gar keine Fachkräfte waren –, kämpfen wir nun um die tatsächlichen Fachkräfte.

Diesmal gibt es keine Anonymität. Es gibt keine Unklarheit über die Qualifikation. Wir haben unsere künftigen Kollegen selbst ausgesucht. Wir haben sie interviewt, wir haben ihre Fachkenntnisse geprüft, wir haben sie in unser Team integriert, noch bevor sie hier sind. Dies sind die Menschen, die wir brauchen, um den Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin zu besiegen. Und genau diese Menschen werden blockiert.

Es ist eine Verhöhnung: Wer ohne Pass und ohne Qualifikation kommt, wird oft jahrelang geduldet und versorgt. Wer aber als hochqualifizierter Tierarzt mit Arbeitsvertrag und Vorabzustimmung ordnungsgemäß anklopft, wird an der Botschaft in Teheran abgewiesen. Wir als Unternehmer tragen das volle Risiko. Wir zahlen die Headhunter, wir finanzieren die Sprachkurse, wir bürgen für die Integration und mieten sogar Wohnungen an, die dann monatelang leer stehen, weil das Visum im Iran nicht erteilt wird.

Wir sind die Deppen vom Dienst, die die Scherben einer dysfunktionalen Diplomatie aufkehren dürfen. Der Packesel bricht langsam unter der Last der bürokratischen Ignoranz zusammen. Wenn die Politik so weiter macht, wird es im ländlichen Raum bald keine Tierärzte mehr geben – und die Verantwortung dafür tragen die Damen und Herren in den klimatisierten Büros des Auswärtigen Amtes.


FAQ: Alles, was Sie zum Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran wissen müssen

Warum ist der Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin gerade jetzt im Jahr 2026 so kritisch?

Der Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin hat sich 2026 zu einer systemischen Krise ausgeweitet, die weit über bloße Personalknappheit hinausgeht. Während die Zahl der Haustiere in Deutschland seit der Pandemie auf über 35 Millionen gestiegen ist, stagniert die Anzahl der Studienplätze an den fünf deutschen Fakultäten seit Jahrzehnten. Hinzu kommt ein massiver Strukturwandel: Die „Generation der Praxisinhaber“ geht in Rente, während junge Absolventinnen (über 85 % Frauenanteil) verstärkt in das Angestelltenverhältnis drängen und Wert auf Work-Life-Balance legen.
Das Ergebnis ist eine eklatante Versorgungslücke, besonders im Notdienst und in der Nutztierbetreuung im ländlichen Raum. Wenn wir als Praxisbetreiber keine Experten aus dem Ausland gewinnen, müssen wir Leistungen streichen oder Standorte schließen. Das Problem Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran ist hierbei besonders schmerzhaft, da gerade der Iran exzellent ausgebildete Mediziner hervorbringt, die fachlich und sprachlich (nach entsprechenden Kursen) sofort einsatzbereit wären. Dass diese fertigen Fachkräfte nun an einer bürokratischen Wand in Teheran zerschellen, ist angesichts der brennenden Hütte in der deutschen Tiergesundheit völlig unverständlich.

Wie funktioniert das beschleunigte Fachkräfteverfahren (§ 81a) theoretisch und wo liegt der Fehler im System?

Das beschleunigte Fachkräfteverfahren gemäß § 81a AufenthG wurde eingeführt, um dem Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin durch verkürzte Fristen Herr zu werden. In der Theorie bevollmächtigt der Arbeitgeber die Ausländerbehörde, alle Schritte – von der Approbationsprüfung bis zur Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit – zu bündeln. Für 411 Euro Gebühr erhält man am Ende eine „Vorabzustimmung“.
Der Systemfehler liegt in der Schnittstelle zur Außenpolitik. Die Vorabzustimmung garantiert der Fachkraft einen priorisierten Termin bei der Botschaft zur Erteilung des Visums im Iran. Wenn jedoch die Botschaft in Teheran den Betrieb einstellt, ist die Vorabzustimmung nur noch ein wertloses Stück Papier. Es gibt keine rechtliche Automatik, die besagt, dass bei einer Botschaftsschließung die Zuständigkeit auf eine andere Vertretung (z.B. in der Türkei) übergeht. Das bedeutet: Der deutsche Staat kassiert die Gebühr für ein „beschleunigtes“ Verfahren, das er am Ende des Tages nicht liefern kann, weil die Visastelle im Iran politisch und technisch blockiert ist. Wir haben also ein „Premium-Ticket“ gekauft, für einen Zug, den das Auswärtige Amt gar nicht erst auf die Schiene setzt.

Warum ist die politische Lage im Iran für die Visaerteilung so relevant?

Die Relevanz ergibt sich aus der dramatischen Verschlechterung der Sicherheitslage und dem daraus resultierenden Handeln der deutschen Diplomatie. Wenn wir über das Visum im Iran sprechen, müssen wir die aktuellen Berichte über den Völkermord am eigenen Volk mit über 30.000 Toten ernst nehmen. Das Mullah-Regime betrachtet die akademische Elite oft als Bedrohung.
Für das Auswärtige Amt dient die Instabilität jedoch oft als Vorwand für Untätigkeit. Man beruft sich auf eine „Fürsorgepflicht“ für das deutsche Personal in Teheran und schließt die Visastelle. Doch genau hier liegt das Paradoxon: Je gefährlicher die Lage für unsere künftigen Kollegen im Iran wird, desto dringlicher wäre ein funktionierender Ausreiseweg. Indem die Botschaft dichtmacht, überlässt sie die Fachkräfte dem Terrorregime. Gleichzeitig wird der Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin in Deutschland ignoriert. Eine verantwortungsvolle Politik müsste in einer solchen Krisensituation sofort „Visa-Korridore“ über Drittstaaten öffnen, statt die Menschen im Herzen einer humanitären Katastrophe festzuhalten.

Können iranische Tierärzte ihr Visum nicht einfach in einem anderen Land beantragen?

Dies ist einer der frustrierendsten Punkte beim Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran. Nach dem geltenden Konsularrecht ist für ein nationales Visum (D-Visum zur Erwerbstätigkeit) grundsätzlich die Auslandsvertretung zuständig, in deren Bezirk der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.
Das bedeutet im Klartext: Ein Iraner mit Wohnsitz in Teheran darf sein Visum offiziell nicht in Ankara oder Maskat beantragen, es sei denn, er hat dort eine Aufenthaltserlaubnis. Das Auswärtige Amt könnte diese Regelung per Erlass für Fachkräfte mit einer Vorabzustimmung nach § 81a sofort lockern – es tut es aber nicht. In unseren Anfragen beim Bürgerservice (siehe Ticket 1fde1e3d-f985-4da2-8775-b61680526c85) wird stur auf diese Zuständigkeit verwiesen. Während also das Leben im Iran unerträglich wird und die Botschaft vor Ort geschlossen bleibt, verweigert man den Bewerbern gleichzeitig den Weg über Drittländer. Es ist eine bürokratische Einkesselung, die den Fachkräftemangel in der Veterinärmedizin künstlich verlängert und Menschenleben gefährdet.

Welche wirtschaftlichen Folgen hat das Visum-Drama für deutsche Tierarztpraxen und andere Branchen?

Die wirtschaftlichen Folgen sind verheerend und werden oft unterschätzt. Wenn eine Tierarztpraxis im Südwesten Monate oder Jahre auf eine Fachkraft wartet, entstehen direkte und indirekte Kosten. Wir zahlen Honorare für Personalvermittlung, Gebühren für das beschleunigte Verfahren, Übersetzungen und Beglaubigungen. Viel schwerer wiegt jedoch der Einnahmeverlust: Eine unbesetzte Tierarztstelle bedeutet, dass hunderte Behandlungen und Operationen nicht durchgeführt werden können.
Zudem führt die Überlastung des vorhandenen Teams zu Burnout und weiteren Kündigungen, was eine Abwärtsspirale in Gang setzt. Wir halten Wohnraum für die iranischen Kollegen bereit, der leer steht und Kosten verursacht. Wer das Problem Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran nicht löst, riskiert den Kollaps der Versorgungssicherheit. Das betrifft nicht nur das „Hobby Haustier“, sondern auch die Seuchenvorsorge und die Lebensmittelkontrolle in der Landwirtschaft. Der Mittelstand wird hier als „Packesel“ allein gelassen, während das Auswärtige Amt durch seine Untätigkeit bei der Erteilung des Visums im Iran aktiven wirtschaftlichen Schaden am Standort Deutschland verursacht.

6. Unsere Forderungen: Taten statt Ticketnummern

Wir fordern ein sofortiges Ende der Hinhaltetaktik. Das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran braucht keine weiteren Arbeitskreise, es braucht Entscheidungen.

  1. Sofortige Priorisierung von § 81a-Verfahren: Jede Fachkraft, die eine rechtsgültige Vorabzustimmung hat, muss innerhalb von 48 Stunden einen Termin zur Visumerteilung erhalten – notfalls digital oder per Kurierverfahren.
  2. Öffnung von Drittstaaten-Botschaften: Das Auswärtige Amt muss sofort anordnen, dass iranische Fachkräfte ihre Visa in den Nachbarländern beantragen können, ohne dort einen Wohnsitz nachweisen zu müssen. Dies ist eine Notmaßnahme, die rechtlich möglich ist, wenn das Ministerium es will.
  3. Einrichtung einer mittelstandsorientierten Task-Force: Wir brauchen im Auswärtigen Amt Ansprechpartner, die Probleme lösen, statt Ticketnummern zu generieren. Wenn ein Arbeitgeber 411 Euro für ein beschleunigtes Verfahren zahlt, hat er ein Anrecht auf eine funktionierende Abwicklung.

Die iranischen Aspiranten sind bereit. Wir sind bereit. Das einzige, was fehlt, ist ein Staat, der seine eigenen Gesetze ernst nimmt. Wir werden nicht länger zusehen, wie unsere Praxen ausbluten, während in Teheran Menschen sterben und in Berlin Akten gewälzt werden. Das Thema Fachkräftemangel Veterinärmedizin Visum Iran muss jetzt gelöst werden – bevor der letzte Tierarzt im Südwesten die Tür für immer abschließt.


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