Hund und Katze nebeneinander — die digitale Tierakte begleitet beide ein Leben lang

Eine Tierakte ist die Krankengeschichte Ihres Tieres in digitaler Form: Befunde, Laborwerte, Röntgen- und Ultraschallbilder, Operationsberichte und der aktuelle Medikationsplan — gebündelt an einem Ort und von jeder Praxis abrufbar. Wir betreiben eine solche Tierakte seit 2019, inzwischen unter dem Namen tierkrankenakte.de. In diesem Beitrag zeigen wir, was die digitale Tierakte heute leistet, was sich zuletzt grundlegend verbessert hat und wie wir sie in unseren Praxen tatsächlich einsetzen.

Hund und Katze nebeneinander — die digitale Tierakte begleitet beide ein Leben lang
Eine Tierakte begleitet Hund und Katze ein Leben lang — unabhängig davon, welche Praxis gerade behandelt.

Was eine Tierakte ist — und was sie leistet

Was in der Humanmedizin längst selbstverständlich ist, fehlt in der Tiermedizin bis heute an vielen Stellen. Unterlagen liegen verstreut in Ordnern, in wechselnden Praxen oder sind nach einem Umzug schlicht nicht mehr auffindbar. Genau diese Lücke schliesst eine digitale Tierakte.

Die Tierakte ist dabei an die 15-stellige Mikrochip-Nummer gebunden, nicht an eine Praxis. Sie gehört damit dem Tier und seinem Halter — und bleibt erreichbar, egal wer gerade behandelt. Das klingt banal, entscheidet im Notfall aber über die Behandlung.

  • Die aktuelle Medikation steht sofort zur Verfügung — bei Herz-, Epilepsie- oder Schilddrüsenpatienten oft die wichtigste Einzelinformation.
  • Bekannte Unverträglichkeiten und Zwischenfälle bei Narkosen sind dokumentiert, statt in der Erinnerung des Halters zu liegen.
  • Laborverläufe lassen sich über Jahre lesen; ein einzelner Wert sagt selten so viel wie eine Reihe.
  • Bildgebung aus Röntgen, Ultraschall, CT und MRT liegt vor dem Termin vor, statt per Post oder Datenträger hinterherzureisen.

Was in der Tierakte steht, bestimmt allein der Halter. Er legt sie an, er entscheidet über den Inhalt, und er kann sie jederzeit wieder löschen. Wir als Praxis sehen nur, was er dort hinterlegt hat.

Sieben Jahre Tierakte: die Geschichte von mein.pet

Wie alles anfing

Die Idee zur Tierakte ist nicht am Reissbrett entstanden, sondern in der Sprechstunde. Im Juni 2019 ging mein.pet online — als Projekt der doc4pets GmbH aus Karlsbad in Nordbaden, hinter der eine Gruppe inhabergeführter Kleintierpraxen im Raum Karlsruhe steht. Kein Investor, kein Geschäftsmodell, keine Werbung: Die Tierakte war von Anfang an kostenlos und wird bis heute ehrenamtlich betrieben.

Ausgangspunkt war eine Beobachtung, die jede Praxis kennt. Ein Fundtier kommt abends in den Notdienst. Der Chip verrät über das Haustierregister, wem es gehört — aber nicht, ob es Epileptiker ist, ein Herzmedikament bekommt oder auf ein bestimmtes Narkosemittel nicht reagieren darf. Genau an dieser Stelle beginnt die Tierakte zu wirken.

Was sich über die Jahre bewährt hat

Sieben Jahre Betrieb sind in der Tiermedizin eine lange Zeit für ein digitales Angebot. Was sich gehalten hat, ist der Grundgedanke: eine Tierakte, die keiner Praxissoftware gehört, keine Schnittstelle braucht und im Browser funktioniert. Was sich verändert hat, ist fast alles andere — und darum geht es im nächsten Abschnitt.

Vom Namen mein.pet zu tierkrankenakte.de

2026 haben wir das Angebot auf die Adresse tierkrankenakte.de umgezogen. Der Grund ist schlicht: Der neue Name sagt, worum es geht. Wer nach einer Tierakte sucht, findet sie jetzt auch. Alle alten Adressen leiten dauerhaft weiter, bestehende Zugänge funktionieren unverändert, und keine einzige Tierakte ist beim Umzug verlorengegangen.

Die Tierakte in Zahlen

Zahlen sagen mehr über die Verbreitung als jedes Werbeversprechen. Der Stand aus dem Sommer 2026:

  • Über 3400 Halterinnen und Halter führen eine Tierakte bei uns.
  • 3440 Tiere sind mit eigener Akte angelegt — vom Welpen bis zum Senior.
  • Seit Juni 2019 durchgehend im Betrieb, ohne Gebühr und ohne Werbung.

Das ist keine Millionenplattform, und das soll es auch nicht sein. Es ist ein Angebot aus der Praxis für die Praxis, das genau dort wächst, wo Halter und Tierärzte es tatsächlich brauchen.

Neun Verbesserungen der digitalen Tierakte

2026 haben wir die Tierakte von Grund auf überarbeitet. Neun Änderungen sind es geworden — manche technisch, manche sichtbar, alle aus dem Alltag heraus entstanden.

1. Mehrere Tiere unter einem Konto

Das war die grösste Baustelle. Früher brauchte jedes Tier ein eigenes Konto mit eigener E-Mail-Adresse: Wer Hund und Katze hielt, musste zwei Zugänge verwalten und beim Tierarzt überlegen, welcher gerade der richtige ist. Heute führt ein Konto beliebig viele Tiere, jedes mit seiner eigenen Tierakte und eigener Chipnummer. Beim Hinterlegen eines Befundes wählen Sie oben aus, zu welchem Tier er gehört.

2. Anmeldung mit E-Mail statt Chipnummer

Die alte Anmeldung war ein Sicherheitsproblem: Anmeldename war die Mikrochip-Nummer, Passwort der Rufname des Tieres. Beides steht im Heimtierausweis beziehungsweise auf der Hundemarke, und die Chipnummer lässt sich mit jedem Lesegerät auslesen. Für Gesundheitsdaten ist das zu wenig. Heute melden Sie sich mit E-Mail-Adresse und selbst gewähltem Passwort an. Wer sein Konto vor der Umstellung angelegt hat, kommt weiterhin auf dem alten Weg hinein — die Umstellung passiert erst, wenn Sie selbst sie vornehmen.

3. Die Tierakte liest sich endlich wie eine Akte

Früher war die Ansicht eine durchgehende Textwand: Etiketten und Werte liefen ineinander, leere Felder standen wie echte Befunde da. Heute ist jeder Eintrag eine eigene Karte mit Rahmen, die Abschnitte sind farblich getrennt, und die aktuelle Medikation ist eigens hervorgehoben — im Notfall die wichtigste Zeile. Leere Felder verschwinden ganz, statt Platz zu belegen.

4. Bilder in einheitlichen Kacheln

Röntgen-, Ultraschall- und Schnittbildaufnahmen erscheinen jetzt als gleich grosse Kacheln statt in wilder Grösse. Ein Klick öffnet die Aufnahme in Originalgrösse, ohne dass Sie die Tierakte verlassen. PDF-Befunde bekommen eine eigene Schaltfläche mit vollem Dateinamen.

5. Ein eigener Einstieg für Tierärzte

Behandelnde Praxen brauchen für die Tierakte kein Konto und keine Freischaltung. Mikrochip-Nummer und Rufname genügen, um die Vorbefunde eines Patienten zu öffnen. Der Rufname ist bewusst zusätzlich nötig: Die Chipnummer allein wäre als Schlüssel zu Gesundheitsdaten zu schwach. Jeder Zugriff wird protokolliert.

6. Konten zusammenführen

Wer aus der alten Zeit mehrere Einzelkonten hat, muss das nicht so lassen. Eine Tierakte lässt sich samt allen Befunden in ein anderes Konto übernehmen. Die Bestätigung läuft dabei über die bisherige E-Mail-Adresse — niemand kann fremde Gesundheitsdaten an sich ziehen, nur weil er eine Adresse kennt.

7. Eine schnellere Seite

Unter der Haube haben wir kräftig aufgeräumt: doppelte Optimierungs-Plugins entfernt, Zwischenspeicher neu aufgesetzt, überflüssige Skripte abgeschaltet. Die Tierakte lädt spürbar schneller — was vor allem im Notdienst zählt, wenn jemand mit dem Handy im Behandlungsraum steht.

8. Datenschutz nachgeschärft

Statistik-Skripte laufen erst nach Einwilligung, die Übertragung ist durchgehend verschlüsselt, Server und Betreiber sitzen in Deutschland. Für die Anmeldung genügt eine E-Mail-Adresse; Name und Anschrift fragen wir nicht ab. Wer seine Tierakte vollständig anonym halten möchte, schwärzt persönliche Angaben in hochgeladenen Berichten — wir helfen dabei.

9. Neue Adresse, alte Zugänge

Aus mein.pet wurde tierkrankenakte.de. Alle bisherigen Adressen leiten dauerhaft weiter, sämtliche Zugänge und Tierakten sind mitgewandert. Für Sie ändert sich nichts ausser dem Namen in der Adresszeile.

Wie die doc4pets Gruppe die Tierakte im Alltag nutzt

Wir predigen die Tierakte nicht nur, wir arbeiten damit. In den Praxen der doc4pets Gruppe kommt sie vor allem in vier Lagen zum Einsatz — in allen vieren geht es darum, dass die Vorgeschichte gerade nicht greifbar ist.

  1. Im Notdienst. Ein fremdes Tier, ein nicht erreichbarer Halter, eine Entscheidung, die nicht warten kann. Die Tierakte liefert Medikation und Vorbefunde in unter einer Minute.
  2. Beim Praxiswechsel. Statt auf Überweisungsunterlagen zu warten, sehen wir die Laborwerte vor dem Termin. Das spart dem Halter einen zweiten Besuch.
  3. Bei chronischen Patienten. Wer über Jahre eingestellt wird, braucht den Verlauf, nicht die Momentaufnahme. Das gilt für Arthrose bei alten Katzen ebenso wie für die Chemotherapie beim Hund.
  4. Vor der Überweisung an eine Klinik. Der Halter gibt Chipnummer und Rufnamen weiter, die aufnehmende Klinik sieht dieselbe Tierakte. Ohne Datenträger, ohne Papierstapel.

Besonders deutlich wird der Nutzen bei kritisch kranken Patienten, etwa wenn es um Antibiotika beim kritisch kranken Hund geht: Welches Präparat wann in welcher Dosis gegeben wurde, ist dann keine Fussnote, sondern die Grundlage der nächsten Entscheidung.

Für wen sich eine Tierakte besonders lohnt

Nicht jedes Tier braucht am ersten Lebenstag eine Tierakte. Es gibt aber Punkte im Tierleben, an denen sie sich fast immer auszahlt.

  • Nach der ersten ernsten Diagnose. Ab hier entsteht ein Verlauf — und Verläufe verlieren sich am schnellsten.
  • Bei Dauermedikation. Herz, Epilepsie, Schilddrüse, Niere: Hier hängt die Notfallentscheidung an der aktuellen Dosis.
  • Bei Freigängern und Reisebegleitern. Überall dort, wo ein Tier auch einmal fremden Händen begegnet.
  • Vor Umzug oder Praxiswechsel. Danach ist der Zugriff auf alte Unterlagen deutlich mühsamer.
  • Bei mehreren Tieren im Haushalt. Seit der Umstellung liegen alle Tierakten unter einer Anmeldung.

Eine Tierakte ersetzt dabei weder die Registrierung bei einem Haustierregister wie Tasso noch den EU-Heimtierausweis. Sie ergänzt beides um das, was dort fehlt: die medizinische Vorgeschichte.

Heimtierausweis, Haustierregister, digitale Akte: der Unterschied

In der Sprechstunde werden diese drei regelmässig verwechselt. Sie leisten aber ganz Verschiedenes, und erst zusammen ergeben sie ein vollständiges Bild.

Was es leistetHeimtierausweisHaustierregisterDigitale Akte
Identität des Tieres belegenjajaüber die Chipnummer
Halter zuordnen, wenn das Tier gefunden wirdnur mit Papier dabeijanein
Impfungen dokumentierenjaneinja, wenn hinterlegt
Aktuelle Medikation zeigenneinneinja
Laborwerte im Verlaufneinneinja
Röntgen- und Ultraschallbilderneinneinja
Aus der Ferne abrufbarneinjaja
Kosten für den HalterAusstellungmeist kostenloskostenlos
Die drei Bausteine ergänzen sich — keiner ersetzt die anderen.

Der Heimtierausweis ist ein Papierdokument und nur dann zur Hand, wenn ihn jemand mitgenommen hat. Das Haustierregister beantwortet die Frage „wem gehört dieses Tier?“, nicht die Frage „was fehlt ihm?“. Und die digitale Variante beantwortet genau die zweite — dafür nicht die erste. Deshalb empfehlen wir beides nebeneinander.

Was sich im Praxisalltag konkret verändert hat

Zwei Beispiele aus dem vergangenen Jahr zeigen den Unterschied besser als jede Aufzählung. Beide sind typisiert, die Konstellationen stammen aber aus unserem Alltag.

Der Kater aus dem Urlaub

Ein Freigänger verschwindet während der Ferien der Familie und wird zweihundert Kilometer entfernt aufgegriffen. Die aufnehmende Praxis liest den Chip aus und erfährt über das Register, wem er gehört — die Familie ist im Ausland und nicht erreichbar. Ohne weitere Angaben wäre eine Narkose zur Untersuchung ein Risiko gewesen. Hinterlegt war jedoch, dass der Kater Epileptiker ist und welches Präparat er bekommt. Die Behandlung wurde entsprechend angepasst.

Die Hündin mit dem langen Verlauf

Eine ältere Hündin wird über Jahre wegen einer Nierenerkrankung eingestellt. Der Halter wechselt berufsbedingt zweimal die Stadt. Beim dritten Tierarzt liegt trotzdem die vollständige Reihe der Blutwerte vor — nicht der eine Wert von heute, sondern der Verlauf über sechs Jahre. Erst daraus liess sich ablesen, dass die Verschlechterung langsamer verlief als befürchtet und die Dosis unverändert bleiben konnte.

In beiden Fällen war die Medizin nicht das Problem. Gefehlt hätte nur die Information — und zwar genau dann, wenn niemand Zeit hat, sie zu suchen.

Unser Rat aus sieben Jahren Betrieb

Wer heute anfängt, macht erfahrungsgemäss drei Dinge richtig und einen typischen Fehler.

  • Richtig: gleich beim Anlegen die aktuelle Medikation eintragen, nicht „später einmal“.
  • Richtig: nach jedem grösseren Befund einmal kurz nachtragen, statt einmal im Jahr alles auf einmal.
  • Richtig: die Chipnummer und den Rufnamen im Haushalt bekannt machen — sie sind der Schlüssel im Notfall.
  • Der typische Fehler: alles hochladen wollen. Fünfzig Aufnahmen einer Röntgenserie helfen niemandem; drei aussagekräftige schon.

So legen Sie Ihre Tierakte an

Der Weg dorthin dauert wenige Minuten und kostet nichts. Sie brauchen dafür genau drei Angaben — Name und Anschrift gehören ausdrücklich nicht dazu.

  1. E-Mail-Adresse und Passwort wählen. Die Adresse wird Ihr Anmeldename, das Passwort sollte mindestens zehn Zeichen haben.
  2. Mikrochip-Nummer eintragen. Die 15-stellige Nummer steht im EU-Heimtierausweis. Dazu Rufname und Tierart.
  3. Erste Unterlagen hinterlegen. Am wichtigsten sind aktuelle Medikation, die letzten Laborwerte und bekannte Unverträglichkeiten.

Alles Weitere ergänzen Sie nach und nach, wenn ohnehin ein Befund anfällt. Sie können jederzeit weitere Tiere hinzufügen und jeden Eintrag wieder entfernen.

Welche Unterlagen sinnvoll sind

Weniger ist hier oft mehr. Eine behandelnde Praxis braucht im Ernstfall einen schnellen Überblick, keinen Aktenordner. Bewährt hat sich diese Auswahl:

  • Der aktuelle Medikationsplan mit Präparat und Dosierung.
  • Laborwerte der letzten Kontrollen, besonders bei Nieren-, Leber- und Schilddrüsenerkrankungen.
  • Bildgebung zu relevanten Befunden — nicht jede Aufnahme einer Serie, sondern die aussagekräftigen.
  • Operations- und Narkoseberichte, vor allem bei Zwischenfällen.
  • Diagnosen chronischer Erkrankungen mit Datum der Erstdiagnose.

Ein Hinweis aus der Praxis: Auf Befunden stehen häufig Name und Anschrift des Halters. Wer das nicht hochladen möchte, schwärzt diese Angaben vorher. Wir zeigen Ihnen gern, worauf dabei zu achten ist.

Was Praxen dazu beitragen können

Mit dem Einverständnis des Patientenbesitzers dürfen auch wir Befunde direkt einstellen. Viele Halter empfinden das als Entlastung, weil sie sich nicht selbst um das Abfotografieren und Hochladen kümmern müssen. Fragen Sie uns einfach im Anschluss an die Behandlung danach.

Grenzen: was die digitale Akte nicht ist

Zur Ehrlichkeit gehört, auch die Grenzen zu benennen. Wir erleben gelegentlich Erwartungen, die das System nicht erfüllen kann und auch nicht erfüllen soll.

  • Es ist kein Praxisverwaltungssystem und ersetzt nicht die Dokumentationspflicht der behandelnden Praxis.
  • Es gibt keine Schnittstelle zu Praxissoftware — der Zugriff läuft über den Browser, ohne Installation.
  • Der Inhalt ist nicht automatisch vollständig. Sichtbar ist nur, was jemand bewusst hinterlegt hat.
  • Es findet keine fachliche Beurteilung durch den Betreiber statt; die Einschätzung bleibt bei der behandelnden Praxis.
  • Termine, Rechnungen und Impferinnerungen sind nicht Teil des Angebots.

Gerade diese Beschränkung ist der Grund, warum das Angebot kostenlos bleiben kann: Es gibt nichts zu verkaufen ausser dem Nutzen für das Tier.

Häufige Fragen zur Tierakte

Was kostet die Tierakte?

Nichts. Weder für Halter noch für Praxen fallen Gebühren an, es gibt kein Abonnement und keine Werbung. Server und Betrieb trägt die doc4pets GmbH, die Arbeit daran geschieht ehrenamtlich.

Wer kann meine Tierakte einsehen?

Sie selbst über Ihr Konto — und jede Tierärztin und jeder Tierarzt, dem Sie Mikrochip-Nummer und Rufnamen nennen. Genau das ist der Zweck: Im Notfall soll die Vorgeschichte da sein, auch wenn Sie nicht danebenstehen. Jeder Zugriff wird mit Zeitpunkt protokolliert.

Reicht die Chipnummer allein zum Öffnen?

Nein, und das ist Absicht. Die Chipnummer lässt sich mit jedem Lesegerät auslesen und steht im Heimtierausweis. Erst zusammen mit dem Rufnamen öffnet sich die Akte.

Mein Tier hat keinen Mikrochip. Geht es trotzdem?

Die Chipnummer ist die Klammer zwischen Tier und Unterlagen und deshalb erforderlich. Ist Ihr Tier noch nicht gechipt, holen Sie das bei der nächsten Visite nach — es dauert Sekunden und ist für Reisen innerhalb der EU ohnehin vorgeschrieben.

Ich habe mehrere Tiere. Brauche ich mehrere Konten?

Nein, das war früher so. Seit der Umstellung führen Sie alle Tiere unter einer Anmeldung, jedes mit eigener Tierakte. Alte Einzelkonten lassen sich nachträglich zusammenführen.

Was passiert bei einem Praxiswechsel?

Nichts, was Sie tun müssten. Die Unterlagen hängen am Tier, nicht an uns. Auch nach einem Umzug an das andere Ende Deutschlands bleibt alles abrufbar.

Kann ich Einträge wieder löschen?

Jederzeit — einzelne Befunde ebenso wie die vollständige Akte. Eine Kündigung ist formlos per E-Mail möglich, ohne Frist und ohne Begründung.

Was ist mit dem Datenschutz?

Die Übertragung ist durchgehend verschlüsselt, Server und Betreiber sitzen in Deutschland und unterliegen der DSGVO. Für die Anmeldung genügt eine E-Mail-Adresse. Es findet keine Auswertung zu Werbezwecken statt, und Daten werden nicht weitergegeben.

Ersetzt die Tierakte die Registrierung bei Tasso?

Nein. Ein Haustierregister hilft, ein entlaufenes Tier seinem Halter zuzuordnen. Die medizinische Vorgeschichte steht dort nicht. Beides zusammen ergibt im Notfall das vollständige Bild.

Wo lege ich die Tierakte an?

Unter tierkrankenakte.de. Falls Sie Fragen haben, sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch einfach an — wir richten sie mit Ihnen gemeinsam ein.

Tierakte — das Wichtigste in Kürze

Wenn Sie nur vier Sätze mitnehmen, dann diese:

  • Die Tierakte bündelt Befunde, Bildgebung und Medikation an einem Ort und ist an die Mikrochip-Nummer Ihres Tieres gebunden.
  • Sie läuft seit 2019, wird von über 3400 Haltern genutzt und ist für alle kostenlos.
  • Neun Verbesserungen aus dem Jahr 2026 machen sie sicherer, übersichtlicher und für mehrere Tiere gleichzeitig nutzbar.
  • Im Notfall entscheidet oft eine einzige Zeile — die aktuelle Medikation. Dafür lohnt sich der Aufwand von zehn Minuten.

Sie haben Fragen zur Tierakte oder möchten sie in unserer Praxis einrichten lassen? Sprechen Sie uns an. Weitere Beiträge rund um Gesundheit und Vorsorge finden Sie etwa zu Hund trinkt viel und zur Katzenleukose bei Katzen.

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