Neulich kam ein süßer Welpe in sehr schlappem Zustand zu uns – Durchfall, Erbrechen und ein schmerzender, geschwollener Bauch – da denkt man sich als Neuhundebesitzer vielleicht nicht sofort an was Schlimmes. Das können aber auch Anzeichen für einen Darmverschluss sein. Gerade bei jungen Hunden ist die sogenannte Invagination, eine Einstülpung eines Darmsegments, manchmal Ursache hierfür.

Darmverschluss beim Hund (Invagination) 2

Quelle: MH-Hannover

Verlegungen und Einengungen des Darms können sehr unterschiedlich sein. Das Futter kann dann nicht oder nur eingeschränkt nur noch passieren. Die Engstelle kann im Zwölffingerdarm, im Dünndarm, im Bereich des Blinddarms oder im Dickdarm liegen. Ursache können verschluckte Objekte sein, Verdrehungen oder Einstülpungen des Darms. Wenn die Blutversorgung abgeschnürt ist, können Darmabschnitte absterben.

Symptome für einen Verschluss sind Erbrechen, Appetitlosigkeit, ein beeinträchtigtes Allgemeinbefinden und Durchfall. In schwereren Fällen kommen Bauchschmerzen hinzu. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen fallen trockene Schleimhäute und ein beschleunigter Herzschlag auf – Hinweise auf eine innere Vergiftung durch Bakterien.

Die beste Methode zur Diagnose ist eine Ultraschalluntersuchung des Bauchs.

Ein Darmverschluss muss umgehend chirurgisch versorgt werden!

In diesem Fall konnte uns die kleine Patientin nach drei Tagen wieder putz und munter verlassen. Wir wünschen Ihr noch ein langes Hundeleben!